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Die Kameraden für den Fall der Fälle

GruppenbildNichts läuft bei der Feuerwehr ohne die Kameraden, die sich freilwillig dazu bereit erklären, sich in der Wehr zu engagieren.
Wie so oft bei anderen Wehren auch hatten die Schülerner ernste Nachwuchssorgen. Und zwar zwischendurch so arg, daß laut darüber nachgedacht wurde, die Wehr zu schließen. Glücklicherweise fanden sich dann doch genug junge Leute die bereit waren, in die Feuerwehr einzutreten und so die drohende Auflösung der Wehr abzuwenden.
Heute hat die Wehr 26 aktive Kameraden. Neun davon sind weniger als 30 Jahre alt. Damit sieht die Wehr relativ gelassen der Zukunft entgegen.

Zu den Aufgaben der Kameraden:

Schülern hat, genau wie die anderen sechs "kleinen" Ortswehren, keine besonderen Aufgaben. Besondere Aufgaben insofern wie Unfallschwerpunkte auf diversen Straßen, besonderes feuergefährliche oder Gefahrstoff-Industrie oder ähnliches. Es fällt nur das normale Aufgabenspektrum an. Darunter fällt sowohl ein Brand als auch ein vollgelaufener Keller, durch Sturm umgefallene Bäume wie auch Verkehrsunfälle, das abstreuen von einer Ölspur auf einer Straße als auch das umsiedeln von einem Wespennest. Also alles was so anfallen kann.

Daß die Schülerner Wehr, zum Glück, selten etwas zu tun hat, darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß jeden Moment die Hölle losbrechen könnte. All das, was in großen Städten wie Hamburg oder Hannover passieren kann, das kann auch in Schülern passieren. Es könnte ein Flugzeug in ein Gebäude stürzen, ein mit Chemikalien beladener LKW könnte verunfallen und vieles mehr. In solchen Situationen hätte selbst eine gut trainierte Berufsfeuerwehr gewisse Schwierigkeiten die Situation unter Kontrolle zu bekommen.
Nur gibt es in Schneverdingen keine Berufsfeuerwehr. Es wird aber von den freiwilligen Feuerwehren erwartet, daß auch sie mit solchen Situationen fertig werden. Da hilft dann nur Ausbildung weiter.

Gerätehaus SchülernIn Schülern wird, wie überall anders auch, nach Bedarf trainiert und ausgebildet. Dabei richtet sich das interne Training nach der Ausrüstung der Wehr und ist sehr praxisbezogen, die externe Ausbildung ist eher allgemein gehalten und theorielastig.

Unter die externe Ausbildung fällt alles, was nicht in der Ortswehr passiert. Das fängt mit dem Grundlehrgang an, den jeder neue Kamerad besuchen muss, und geht mit den drei "technischen" Lehrgängen, dem Maschinisten- , Sprechfunker- und Atemschutzgerätetragerlehrgang, weiter. Diese vier Lehrgänge werden von der Kreisfeuerwehr Soltau-Fallingbostel durchgeführt. Dazu hält der Kreis Ausbildungseinrichtungen in den FeuerwehrTechnischenZentralen (FTZ) in Soltau und in Schneeheide (bei Walsrode) vor.

Weitergehende Lehrgänge, wie Trupp- und Gruppenführerlehrgänge, sowie Gefahrgut- und andere technische Lehrgänge werden vom Land Niedersachsen in den Landesfeuerwehrschulen (LFS) durchgeführt. Für den Kreis SFA ist die LFS Celle zuständig. Es gibt noch eine weitere LFS in Niedersachsen, und zwar die LFS Loy.

Das interne Training beinhaltet hauptsächlich Training im Umgang mit der Ausrüstung und Vorgehensweisen im Einsatz. Dabei legt jede Wehr andere Schwerpunkte. Schülern hat sich lange Zeit auf einige wenige Aufgaben konzentriert, die mit der vorhandenen Ausrüstung angegangen werden konnten. Dazu gehörte die Wasserförderung, Außenangriff und das beseitigen von Sturmschäden.

LF 10/6 Schülern

Mit dem neuen Fahrzeug hat sich die Aufgabenstellung erweitert. Die Kameraden sind jetzt, durch die neuen Atemschutzgeräte und die Schnellangriffseinrichtung, in der Lage in ein brennendes oder auch nur verrauchtes Gebäude einzudringen und dort Menschenrettung und Löscharbeiten durchzuführen. Dazu war bisher zwingend die Hilfe von den Nachbarwehren notwendig.

Neu für die Wehr ist auch die Möglichkeit, Schaummittel einzusetzen. Schaum wird überall dort eingesetzt, wo Wasser nicht hilft, oder sogar Schaden anrichten würde. Außerdem trennt Schaum ein Brandgut von der Sauerstoffzufuhr, was eine Entzündung verhindert. Ein Beispiel für einen Schaumeinsatz wäre ein verunfallter Tanklastzug, bei dem das Benzin mit Schaum abgedeckt wird, um eine Entzündung, durch Funken o.ä., zu verhindern.

Aber nicht nur neue Aufgaben kommen durch die neue Ausrüstung hinzu. Manche Aufgaben, die die Wehr bisher ausführen konnte, müssen neu trainiert werden. Durch die zusätzliche, fest eingebaute Pumpe im Fahrzeug muss die Wasserförderung ganz anders angegangen werden. Und auch die Ausleuchtung von Einsatzstellen bekommt durch den nun mehrere Meter hohen Lichtmast eine ganz neue Qualität.