Einsätze

Das Salz in der Suppe

Wozu sind wir Kameraden eigentlich in der Feuerwehr?
Klar, Kameradschaft. Ein bischen Technik. Vielleicht auch der Wettkampf. Aber sind wir nicht eigentlich tief in userem Innern kleine Weltverbesserer, die die Menschen ruhig schlafen lassen wollen in der Gewissheit, daß im Fall der Fälle jemand da ist um einen aus der Klemme zu holen? Na, erwischt?
Gut, so soll das auch sein.
Ab und zu kommt es denn auch dazu, daß wir unserer kleinen inneren Stimme ungestraft freien Lauf lassen dürfen. Manchmal als Retter in ärgster Not, manchmal aber auch als Clown in orangener Verkleidung, beides gehört dazu. Und hier sind unsere kleinen Freiläufe und Frustrationen:

Datum

Uhrzeit

Einsatzart / Einsatzort

16.11.2008 1.50 In der Nacht von Sa. auf So. um 1.50 Uhr Fehlalarm
Sirene wurde von unbekannter Person ausgelöst
15.11.2008 13.35 - 14.30 Einsatzübung Nachbarliche Löschhilfe in Langeloh Wasserversorgung für TLF 8/18 Heber hergestellt Wasserentnahmestelle: Zisterne Wasser förderung mit Heckpumpe
Straßensicherung übernommen
2 Atemgeräteträger zur Bereitstellung
10.11.2008 20.25 -21.05 Sturmschaden :Baum auf Straße in Schülernbrockhof an der Kreuzung Richtung Voigten
2.3.2008   Verkehrsunfall: 1 Verletzte Person wurde betreut und an Rettungsdienst übergeben
9.3.2008   Tierrettung: Katze wurde aus einem Baum mit der DL aus Schneverdingen gerettet . Unfallstelle wurde gesichert.
1.3.2008   Sturmschaden in Voigten ,Baum zersägt und von Strasse entfernt
22.2.2008   Böswilliger Fehlalarm um ca.1:20 Uhr. (Sirene wurde von Unbekannten ausgelöst)
16.2.2008   Ölspur auf der Graffelbruchstr. + Soltauer Str. (ca.1,5 Km) mit Ölbindemittel abgestreut
So. 17. Sep '06
16.15
Tierrettung / Hasselhof
Fr. 15. Sep '06
19.00
Hornissennest umsetzen
Mi. 26. Jul '06
16.00
Mähdrescherbrand / Vahlzener Straße
Mi. 01. Feb. '06
18:00
Keller lenzen / Vahlzener Straße
Mi. 21. Dez. '05
19.55
Tierrettung / Vahlzener Straße
Do. 15. Dez '05
20.30
Verkehrsunfall / L171 zwischen Schülern und Sprengel
Fr. 25. Nov '05
19.45
Straße räumen / Soltauer Straße
Do. 24. Nov '05
15.52
Baum droht auf Straße zu fallen
Do. 25. Aug '05
8.45
Ölspur abstreuen / Schülern
Sa. 13. Aug '05
6.21
Strohballenbrand / Meyerhof
Sa. 30. Jul '05
8.58
Keller lenzen / Schünhoff
Sa. 30. Jul '05
5.30
Kanalstation abpumpen / Schülern
Mi, 23. Mär '05
6.31
Schornsteinbrand / Voigten

Do. 20. Jan '05

21.58

Baum blockiert Weg / Steinbeck

Fr, 24. Dez '04

12.34

Baum blockiert Straße / Hasselhof

Sa, 30. Okt '04

11.30

Ölspur abstreuen, Alte Kreisstrasse von Meyerhof bis Schülernbrockhof

Mi, 11. Aug '04

9.15

Nachbarschaftliche Löschhilfe, Mülldeponie Hillern

Do. 24. Jun '04

19.50

Einsatzübung Fw Schneverdingen / Scharrl, Hof Tütsberg

So. 21. Mär '04

10.15

Baum blockiert Straße / Am Berg

Fr. 06. Feb '04

18.54

Fehlbenachrichtigung / Schneverdingen

So. 01. Feb 04

5.20

Baum blockiert Straße / Graffelbruch

Sa. 01. Nov '03

3.13

Fehlalarm / Schülern

Mo. 28. Jul '03

 

Hornissennester umsetzen / Schülern

Sa. 08. Mär '03

 

Baum blockiert Straße / Graffelbruch

Do. 28. Jan '03

 

Verkehrsunfall / Schülern Dorfmitte
     

 


Sonntag, 9. März 2008, 16.15 Uhr

Tierrettung: In der Straße Am Schünhoff hatte sich eine Katze

in einer sehr hohen Eiche festgekrabbelt.

da wir mit keiner Leiter in diese höhe vordringen konnten ,

wurde die Drehleiter aus Schneverdingen angefordert,und die Katze Gerettet.

 

 

Sonntag, 17. September 2006, 16.15 Uhr

Heute gab es mal wieder eine Variante der Tierrettung, wie sie nur auf dem Land möglich ist: Katze in der Güllegrube. Laut Angaben der Anwohner, die uns alarmiert hatten, saß die Katze schon seit Tagen in der Grube fest. Es hatte sich auf der Oberfläche eine ca. 5 cm dicke Schicht gebildet, die zwar die Katze trug, aber für unser Gewicht zu dünn war. Also haben wir eine Steckleiter bis auf den Grund der Grube heruntergelassen, und ein Kamerad hat versucht die Katze zu greifen, währd zwei weitere Kameraden mit Dachlatten versuchten, die Katze in die richtige Position zu treiben.
Das funkionierte so leider nicht.
Dann haben wir versucht, die Katze zuerst mit einer Box einzufangen, und dann zu greifen und nach oben zu holen. Das hat bis zum fangen mit der Box funktioniert, aber beim Versuch die Katze zu greifen ist selbige wieder abgehauen.
Unter der dunklen Box hatte die Katze aber anscheinend so viel Angst bekommen, dass sie selbst auf die herunterhängende (defekte) Umzäunung aus Maschendraht gesprungen, darauf nach oben und aus der Grube heraus gesprungen ist.
Und nachdem wir unsere Leiter dann irgendwann wieder sauber hatten, konnten wir den Einsatz auch beenden ;-)

Freitag, 25. November 2005, 19.45 Uhr

Ganz Deutschland liegt unter Schnee begraben. Ganz Deutschland? Nein, ein kleines Dorf im Herzen Niedersachsen sträubt sich vehement sich einschneien zu lassen....
Halt - Stop! Alles zurück auf Anfang. Selbstverständlich hat auch Schülern seinen Teil vom Schneechaos abbekommen. So gegen halb acht wurde unser Ortsbrandmeister von Anwohnern benachrichtigt dass die Soltauer Straße teilweise von Bäumen blockiert sei. Also rückten wir zu viert aus und beseitigten die Hindernisse. Eine vorbeifahrende Autofahrerin teilte uns dann mit dass ein paar hundert Meter weiter noch ein Baum auf der Straße liegen würde. Das war dann zwar auf Langeloher Einsatzgebiet, aber warum sollten wir denn die Wehr ausrücken lassen wenn wir eh vor Ort sind? Also, schnell ein paar hundert Meter weiter gefahren, Straße geräumt und alle waren glücklich. Und dann haben wir über Funk gehört dass die Langeloher raus mussten. Naja, sei's drum.

Donnerstag, 25. August 2005, 8.45 Uhr

Wenn Ölspur, dann richtig. Wir sind hier schließlich bei den Preußen, und da wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Spaß beiseite, denn es macht überhaupt keinen Spaß kilometerweise eine Ölspur abzustreuen. In der Einsatzmitteilung wurde uns mitgeteilt, daß eine Ölspur auf der L171, also der Großen Straße, abzustreuen sei. Aber schon auf dem Weg dahin konnten wir die Ölspur sich die Graffelbruchstraße hinunterziehen sehen. Nachdem wir dann die ganze Strecke ausgekundschaftet hatten, von Voigten durch Schülern bis weiter Richtung Sprengel, wurde gleich der GW Öl aus Schneverdingen angefordert. Der uns dann auch gleich säckeweise Bindemittel mitbrachte die wir auch dringend brauchten. Außerdem gabs einen neuen Streuwagen, grad zur rechten Zeit. Spassig ist die ganze Geschichte denn wohl auch für die Straßenmeisterei geworden, denn die hinzugerufene Polizei (nicht von uns gerufen) fand heraus daß die Spur sich Richtung Neuenkirchen bis nach Kempen hinzog. Zum Glück nicht unsere Arbeit, aber trotzdem waren wir zwei Stunden beschäftigt.

Samstag, 30. Juli 2005, 8.58 Uhr

Nach langen Jahren einmal hat das Wasser in Schülern mal wieder im Überfluß besucht. Ein Keller war vollgelaufen. Das Problem diesmal: das Wasser stand flächendecken im Keller, nur an die tiefste Stelle des Kellers war schlecht heran zu kommen. Vom Fahrzeug aus sowieso nicht, und die TS im Keller hätte selbigen mächtig mit Abgasen vollgequalmt. Knifflig, aber nicht unmöglich. Die Lösung ist Betriebsgeheimnis ;-)

Mittwoch, 23. März 2005, 6.31 Uhr

Schreck in der Morgenstunde. Anstatt eines warmen, gemütlichen Zimmers war auf einmal alles verraucht! Ein Fall für die Feuerwehr. Unsere Kameraden sind dann auch recht schnell angerückt. Vor Ort ist ein Trupp unter Atemschutz in das verqualmte Zimmer vorgedrungen um die Lage zu klären. Als feststand dass es sich um einen Schornsteinbrand handelte, wurde die Drehleiter aus Schneverdingen nachgefordert. Dann wurde von oben der Schornstein soweit freigemacht dass das Brandgut abbrennen konnte.

Sonnabend, 30. Oktober 2004, 11.30 Uhr

Telefonisch wurde der Ortsbrandmeister benachrichtigt, dass eine Ölspur ab Meyerhof abzustreuen sei. Wie weit das genau gehen würde, wusste in dem Moment noch niemand genau. Klar war aber dass der eine Sack Ölbindemittel, welcher standardmässig auf dem LF liegt, nicht reichen würde. Also musste erstmal mehr Bindemittel geholt werden bevor es losgehen konnte. Und dann war auch klar warum ein handelsüblicher Gartenstreuwagen auf dem Fahrzeug liegt: es wäre nämlich ziemlich unangenehm, drei Kilometer Ölspur per Hand abzustreuen.

Donnerstag, 24. Juni 2004, 19.50 Uhr

An diesem Tag fand die (angekündigte) Übung der Feuerwehr Schneverdingen mit allen Ortswehren statt. Szenario war ein Waldbrand in dem Gebiet bei Scharrl, Hof Tütsberg, bei dem auch Gebäude in Brand geraten waren und aus denen Menschenrettung aus dem brennenden Gebäuden duchgeführt werden musste.
Die Übung hat ein paar Schwächen aufgezeigt, teilweise auf Führungsebene, aber auch bei den Ortswehren. Hauptproblem war die Wasserversorgung. Diese herzustellen hat viel zu lange gedauert. Tanker mussten deshalb viel länger als eigentlich vorgesehen die Hauptlast tragen.
Sinn und Zweck dieser Übung war es aber, Schwächen aufzudecken, neu zu trainieren, um im Ernstfall eben diese Fehler nicht mehr zu machen. Die Schwachstellen wurden gnadenlos aufgedeckt und erkannt. In diesem Licht gesehen war die Übung ein voller Erfolg.

Samstag, 1. November 2003, 3.13 Uhr

Mitten in der Nacht wurden die Kameraden durch die Sirene in der Dorfmitte geweckt. Bei einigen Männern kam kurze Verwirrung auf, da die FunkMeldeEmpfänger (FME) nicht aktiviert waren. Doch die Sirene reicht als Alarmgebung, und kurz darauf war das Fahrzeug am Gerätehaus bemannt. Dort mussten die Kameraden von der Rettungsleitstelle erfahren, daß für sie kein Einsatz vorlag. Nach kurzer Absprache rückte das Fahrzeug mit Besatzung dennoch aus, um den Grund für den Sirenenalarm herauszufinden. Schnell wurde klar, das mutwillig ein Fehlalarm ausgelöst worden war. Doch leider konnte der Schuldige nicht gefunden werden. Da offensichtlich kein Ernstfall vorlag, beendete der Gruppenführer gegen 3.45 Uhr den Einsatz und gönnte seinen Männer ihren wohlverdienten Schlaf.